Neueste
-
Seit Donald Trumps Wiederwahl Kanadier meiden die USA als Reiseziel
-
Kein Rückgang der Besucherzahlen Venedig erzielt mehr als fünf Millionen Euro mit Tageseintritt
-
Angriffspause in Iran Ölpreis fällt zeitweise auf unter 90 Dollar
-
Mögliche Verunreinigung mit Noroviren Auch Aldi und Netto rufen Tiefkühlbeeren zurück
Ewigkeitschemikalien EU-Behörde empfiehlt Verbot von PFAS – mit Ausnahmen
2026-03-26
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pfas-eu-behoerde-echa-empfiehlt-verbot-von-ewigkeitschemikalien-mit-ausnahmen-a-e6ae947b-e50a-4707-802c-72ec184ccd7e
HaiPress


Bild vergrößern
Protest gegen PFAS vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel
Foto: Nicolas Tucat / AFP
Die EU-Chemiebehörde (ECHA) hat ein weitreichendes Verbot sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) empfohlen,hält aber zugleich eine Reihe von Ausnahmen für sinnvoll. »Die derzeit geltenden Regeln reichen nicht aus«,heißt es in einer Mitteilung der ECHA mit Sitz in Helsinki. Die Behörde veröffentlichte zwei Risikoanalysen,die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen,die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen,Funktionskleidung,Imprägniersprays und Einwegverpackungen – aber etwa auch in Medizinprodukten. Sie sind biologisch nicht abbaubar,reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.
Milliardengeschäft für die Chemieindustrie
Forschungsergebnisse deuten darauf hin,dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen,die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Einige Untergruppen sind bereits verboten,wurden in der Vergangenheit aber immer rasch durch ähnliche PFAS-Chemikalien ersetzt. Die EU-Kommission arbeitet deshalb seit Jahren an einem umfassenden Verbot.Fünf EU-Länder,darunter Deutschland,hatten die ECHA um eine Empfehlung gebeten. Mit Blick auf die Gefahren für Umwelt und Gesundheit ist die Studienlage nach Einschätzung der Chemiker eindeutig: »PFAS können Risiken für Menschen und Umwelt verursachen«,erklärte der Vorsitzende des zuständigen ECHA-Ausschusses,Roberto Scazzola.
data-area="text" data-pos="17">
Lesen Sie hier mehr zu den Problemen mit den gefährlichen Ewigkeitschemikalien: Warum es so schwer ist,dieses Gift aus unserem Leben zu verbannen
apr/AFP
